Albkind
Albkind

Ein Mönch wird im 11. Jahrhundert in ein abgelegenes Dorf geschickt, in dem die Bewohner am Rande des Wahnsinns Nacht für Nacht gegen Albträume kämpfen - und gegen die Macht, die ein ausgestoßenes Mädchen über sie ausübt: das Albkind.

11. Jahrhundert. Die Bewohner des abgelegenen, deutschen Dorfes Ahngrit werden Nacht für Nacht von entsetzlichen Träumen heimgesucht. Schuld gibt man dem Alb, einem Drückegeist, der Schlafende mit heftigen Visionen quäle: den Albträumen. Einzige Hilfe scheint das fünfzehnjährige Albkind, von dem es heißt, der Alb habe ihre Mutter im Schlaf vergewaltigt, das Kind gezeugt und sie mit der Gabe ausgestattet, mit ihrem „Vater“ zu reden.
So sehr sie sich nach einem Platz in der Dorfgemeinschaft sehnt - was ihr Überleben garantiert, grenzt sie aus wie eine Aussätzige. Insgeheim sucht man sie auf, um die Bilder der Nacht loszuwerden und den Alb zu besänftigen, fürchtet aber gleichzeitig ihr Wissen um die intimsten Träume, Geheimnisse und Abgründe der Menschen. In der Öffentlichkeit wird sie gemieden und verachtet.
Als ein Mönch im Dorf erscheint, um den Aberglauben auszumerzen, und mit Schwert, Taufen und erzwungenen Beichten gegen die Albträume angeht, gerät ihre Überzeugung ins Wanken und ihr Leben in Gefahr. Das Albkind sieht als einzige hinter seine Fassade und widersetzt sich seiner Autorität. Als der Mönch erkennen muss, dass dieses unbändige Mädchen wahrscheinlich seine eigene Tochter ist, will er ins Kloster fliehen, doch es ist zu spät: Eine Dörflerin stirbt an Fieberträumen, die Situation im Dorf eskaliert. Jemand soll büßen, und der Mönch soll den Schuldigen finden.

Drehbuch: Stefanie Fies
+49 (0) 171 327 04 69
stefanie.fies@filmakademie.de

Regie: Oliver Kracht
+49 (0) 176 420 54 686
oliver.kracht@filmakademie.de

Producer: Moritz Helmes
+49 (0) 176 226 492 48
moritz.helmes@googlemail.com

Kamera: Stefan Sick
+49 (0) 170 650 97 74
stefan.sick@filmakademie.de

Schnitt: Petja Nedeltscheva
+49 (0) 151 423 05 589
petja.nedeltscheva@filmakademie.de

Szenenbild: Yvonne Leuze
+49 (0) 177 590 36 35
yvonne.leuze@filmakademie.de


oliver.kracht@filmakademie.de

Was wird noch gesucht:
Produktionsfirma, Finanzierung, Sender, Filmförderungen

Oliver Kracht
Moritz Helmes
Pitching
Asphalt Brüder
Asphalt Brüder

ASPHALTBRÜDER (AT) erzählt die Geschichte von Bobby und Gilford, die das Schicksal vereint und zu Brüdern gemacht hat. Eine tiefe Freundschaft, die stets auf die Probe gestellt wird, wenn sich die zwei konträren Männer gegenseitig in gefährliche, kriminelle Machenschaften hinein und hinaus manövrieren. Ihre Antagonisten sind machtvolle Charaktere, deren Motivation und Rachsucht tief in den Wirrungen der Jugoslawienkriege wurzeln. So wirft die Vergangenheit sich aufs Tableau der Gegenwart und deckt eine geheimnisumwitterte Familiengeschichte auf.

Nach Bobbys Entlassung aus dem Gefängnis lässt Recep über einen korrupten Bewährungshelfer Bobby einen Job als Koch in seinem Feinkostrestaurant zukommen. Ohne Bobbys Wissen spannt Recep sein Netz und manövriert ihn immer tiefer in die Machenschaften seines Syndikats. Bobby bekommt in der Küche von den verborgenen Drogengeschäften des Restaurants mit. Recep zieht sowohl durch sein Charisma, als auch raffinierte Intrigen Bobby in seinen Bann. Recep erkennt, dass er auch Gilford an sich binden muss, um sein höheres Ziel zu erreichen. Er wittert die Chance über Bobby an dessen leiblichen Bruder Dragan heranzukommen, den er seit Ende der Jugoslawienkriege sucht. Zwangsläufig müssen sich Bobby und Gilford mit ihrer Familiengeschichte auseinandersetzen und stoßen auf dunkle Erkenntnisse aus der Vergangenheit. Es kommt zu Tage, dass auch Gilfords Vater Charles eine wichtige Rolle in diesem Szenario spielt. Um Frieden zu schließen und Sicherheit zu erlangen müssen sie Dragans Machenschaften von früher enthüllen und sich gleichzeitig aus der Umklammerung Receps befreien.
Neben all dem wird Gilford immer noch so stark von seinen Schuldgefühlen geplagt, dass er sich Hilfe bei der Therapeutin Elena Schenk sucht und sich eine obskure Abhängigkeit zu ihr einstellt.

Writers Room bestehend aus: Giovanna Winterfeldt (Drehbuch DFFB Berlin), Melissa Dubrin (Produktion DFFB), Arlyn Könemund (Autor), Jean-Phillippe Adabra (Schauspieler/ Co-Producer), Alexander Milo (Schauspieler/ Co-Producer)


giovannawinterfeldt@icloud.com

Was wird noch gesucht:
Drehbuchförderungen, Sender/Filmförderung/Verleih

Pitching
BAMBOULE
BAMBOULE

Die Welt ist kein Ball, sondern eine Kugel.

Ein Sportplatz in Brandenburg. Mitten im Nichts. Benjamin Scholl ist wieder einmal vergessen worden. Von Papa. Ausgerechnet beim Fußballtraining. Ein misanthropischer Platzwart und ein paar Reiswaffeln sind alles, was ihm noch bleibt.

Regie: Simon Ostermann
Drehbuch: Seraina Nyikos
Kamera: Johannes Greisle
Produktion: Elena Winterer
Musik: Irma Samuelis
Szenenbild: Josefine Lindner
Schnitt: Jannis Greff
Darsteller: Max Kluge
simon.ostermann@filmuniversitaet.de

Was wird noch gesucht:
Partner für neue Projekte!

Simon Ostermann (Drehbuch und Regie)
Elena Winterer
Screening
Brotherhood
Brotherhood

Ein arbeitsloser Mitläufer muss lernen, sein eigenes Leben zu führen und sich von seinem kriminellen Bruder zu lösen, nachdem dieser bei einem Einbruch in den Rollstuhl kommt und weiter in der Kriminalität versinkt.

Der arbeitslose Jones (25) steht im Schatten seines Bruders Till (32) und folgt blind seinen kleinkriminellen Machenschaften. Als Till beschließt, einen Schritt weiter zu gehen und eine bewohnte Villa auszurauben, geht alles schief: Der Hausbesitzer drängt ihn über eine Brüstung und er landet im Rollstuhl. Doch der Rollstuhl bremst Till nicht. Er ermutigt ihn, weiter in der Kriminalität zu versinken. Jones muss nun wider Willen den Platz seines Bruders einnehmen und seine Geschäfte übernehmen. Er sieht das als Chance, aus seiner Rolle als folgsamer, kleiner Bruder hinauszuwachsen und Till auf Augenhöhe zu begegnen. Doch als Jones der Kellnerin Emilia näherkommt, auf die auch Till ein Auge geworfen hat, verändert sich alles. Sie bietet ihm ein neues Leben, einen Job in der Bank ihres Vaters und seine erste echte Liebe. Jones muss sich entscheiden: Entweder sie oder sein Bruder.

Wir, Eugen Merher und Ernst Lattik, wollen das Drehbuch entwickeln und schreiben. Wir sind beide große Edgar Wright-Fans und haben einen sehr ähnlichen Humor. Unser Schreibstil ist eine Mischung aus Luc Besson, Edgar Wright, Alan Ball und den Coen-Brüdern. Mit diesem Film begeben wir uns zwar auf das Gebiet des Dramas, aber wir wollen es mit der nötigen Leichtigkeit versehen, ähnlich wie bei "American Beauty" oder "Leon - Der Profi".


evghenii.merher@filmakademie.de

Was wird noch gesucht:
Drehbuchförderung//Redaktion//Sender//Produktion

Pitching
Couchmovie
Couchmovie

Vier Geschichten, vier Begegnungen zwischen Couchsurfern und ihren Gastgebern. In Stuttgart trifft die Verlegerin Anette auf den polnischen Lebenskünstler Pawel, während ihre Nichte Nina in Spanien die große Fiesta erwartet - und nicht findet. In Paris hofft ein frisch gebackener Abiturient auf das große Abenteuer, während zwei Erasmus-Studentinnen durch Frankfurt irren und verzweifelt ihren Gastgeber suchen. Sie alle sind auf der Suche nach Abwechslung und authentischen Reisemomenten, wobei sie auf Menschen treffen, denen sie ansonsten wohl nie begegnet wären.

In Form eines Episodenfilms gibt es vier Begegnungen zwischen Couchsurfern und Gastgebern, an vier unterschiedlichen Orten in Europa. In Stuttgart trifft die schwäbische Verlegerin Annette auf den polnischen Lebenskünstler Pawel, während ihre Nichte Nina in Spanien die große Fiesta erwartet, aber nur einen tauben alten Mann vorfindet. Parallel dazu hofft in Paris der frisch gebackene Abiturient Matti auf das große Abenteuer, während die zwei Erasmusstudentinnen Reka und Alma durch Frankfurt irren und verzweifelt ihren Gastgeber suchen. Sie alle sind auf der Suche nach Abenteuer, Abwechslung oder einfach nur einem authentischen Reiseerlebnis und treffen dabei auf Menschen, denen sie sonst vielleicht nie begegnet wären. So entdecken sie neben unbekannten Lebensstilen auch ganz neue Seiten an sich selbst.

Regie: Isabel Braak
Drehbuch: Amrei Ruth Kriener
Kamera: Frederick Gomoll
Produktion: Nathalie Kraft
Musik: Stefan Wiedmer
Szenenbild: Simon Schabert
Schnitt: Alexander Menkö
Darsteller: Lore Richter
nathalie.kraft@filmakademie.de

Was wird noch gesucht:
Auslandsvertrieb, Film steht zum Verkauf, Filmverleih

Isabel Braak
Nathalie Kraft
Screening
Der einsame Hof (AT)
Der einsame Hof (AT)

1873, Waldmark Westfalen. Ein Hofbesitzer/ Vater zwingt notgedrungen seine schwangere Tochter seinen schlimmsten Feind zu heiraten, um die Existenz seines Hofes und seiner Familie zu sichern.

Der Hofbesitzer Hans Herberholz, kehrt nach einer Schwindsuchterkrankung/ seinem Aufenthalt im Hospital zurück auf seinen zwischenzeitlich geplünderten Hof. Der Hof wurde mutmaßlich von „Zigeunern“ ausgeraubt. Seine Frau, Johanna Herberholz, wurde dabei getötet. Sein Vieh ist fort. Hans versucht seine Tochter Elsie Herberholz vergeblich zur alleinigen Hofbesitzerin und Bäuerin auszubilden und sucht nach einem neuen wohlhabenden Bauernsohn, der den Hof wieder mit aufbauen kann. Elsie ist jedoch in den Knecht Willi Dörnemann verliebt und von ihm schwanger. Sie will keinen anderen Mann heiraten. Hans findet es heraus und verbannt Willi von dem Hof. Die Familie steht vor dem Hungertod. Hans findet heraus, dass sein anderer Knecht, Gustav Hellermann, seine Frau getötet hat und dass diese Verbrechen nicht von den „Zigeunern“ begangen wurden. Der Nachbarbauer Otto Herr hat ihm Geld für den Mord gegeben. Die Tiere hat Otto an die Zigeuner verkauft. Hans fasst den Entschluss sich zu rächen und tötet Gustav. Im Todeskampf gesteht Gustav, dass Otto den Hof bewusst hinterhältig zerstört und Hans gebrochen hat, damit Hans ihn um Hilfe bittet und er schließlich den Hof durch die Heirat mit der Tochter rettet. Vom Hunger getrieben und besteht die einzige Möglichkeit zu überleben darin, den wohlhabenden Otto den Hof übernehmen zu lassen und Elsie mit ihm zu verheiraten. Hans weiß von Ottos Plan, entscheidet sich jedoch gegen Rache und sichert durch die Heirat das Leben seiner Tochter, des neu geborenen Kindes und das Fortbestehen des Hofes. Hans stirbt an der Schwindsucht.

Regie: Christian Zipfel
Produktion: Daniela Pennekamp
Kamera: Nino Peschel
Schnitt: Nathalie Bender
Musik: Christian Dellacher


c.zipfel@edu.fimschule.de

Was wird noch gesucht:
begeisterte Redakteure und Medienentscheider, Drehbuchförderung//Redaktion//Sender//Produktion//Filmförderung

Christian Zipfel
Daniela Pennekamp
Pitching
Der ewige Kreislauf
Der ewige Kreislauf

Ein Kampfsportlehrer will einen seiner Studenten schützen, am Ende bringt er aber diesen aber um.

"Irgendwo in der Vorstadt versteckt sich Rolf Averbeck vor seiner Vergangenheit und arbeitet als Trainer für Jugendlichen in einer Kampfkunstakademie. Eines Tages wird er von seinem ehemaligen Chef gezwungen in das alte Viertel zurückgehen, um etwas für ihn zu erledigen. In vier Stunden trifft er alte Gesichter und besucht vergessene Orte. Wenn er einen seiner Studenten schützen will, wird er auf die Probe gestellt, ob er sich tatsächlich verändert hat."

Regie: Juan Manuel Ortiz Valenzuela
Drehbuch: Juan Manuel Ortiz Valenzuela
Kamera: Paul Faltz
Produktion: Juan Manuel Ortiz Valenzuela
Musik: Röxanes House
Szenenbild: Diana Menestrey
Schnitt: Vanessa Wagner
Darsteller: Thomas Arnold
ortiz.video@gmail.com

Was wird noch gesucht:
Festival/Verleiher/Auswertung

Jua Manuel Ortiz
Screening
Der freie Markt
Der freie Markt

Berlin-Neukölln – Ein abgestempelter „Problemkiez“ befindet sich im Umbruch. Eine libanesische Großfamilie baut ein Machtmonopol auf dem Drogenmarkt auf. Ein Polizist ermittelt in einem scheinbar aussichtlosen Fall. Ein junger Deutsch-Araber lehnt sich gegen seine Familie und den Druck der deutschen Gesellschaft auf. Die Serie befasst sich mit dem organisierten Verbrechen eines libanesischen Clans aus Berlin-Neukölln aus der Sicht der Polizei und der Gangster. Dabei beleuchtet sie das Phänomen der arabischen Parallelgesellschaft, die sich hier gebildet hat, wie auch den Prozess der Gentrifizierung und dessen Einfluss auf die Welt des organisierten Verbrechens. Dadurch beschäftigt sie sich zwangsläufig mit Familiendynamiken, Konflikten zwischen den Generationen und dem stets hochaktuellen Thema der Integration in Deutschland, ohne dabei die gängigen Klischees zu bedienen. Der Titel „Der freie Markt“, steht hierbei als Synonym für den Drogenmarkt.

Zentrale Figur ist MATTHIAS GENNAT (42), ein Ermittler der Kripo in Berlin. Er wird eines Tages, zusammen mit seinem Partner ERNST CETIN, auf einen Mord im Neuköllner Stadtteil Rixdorf angesetzt. Es handelt sich um eine Hinrichtung auf offener Straße. Das Opfer ist ein libanesischer Zuwanderer mittleren Alters mit Verbindungen zu einer bekannten kriminellen kurdischen Großfamilie mit dem Namen AL-SAUD. Gennat vermutet sofort Bandenaktivität hinter dem Mord. Bis auf die Geschosse und einer Patronenhülse, die etwas abseits vom Tatort zu finden ist, hat der Täter keine Spuren hinterlassen. Die Kugeln stammen aus einer Waffe, die vor einiger Zeit bei dem Überfall auf eine Spielhalle des berüchtigten libanesischen ABU-SALAMA Clans benutzt wurde, dessen Täter nie gefasst wurden. Der Abu-Salama Clan, angeführt von TAMER ABU-SALAMA und seinem Bruder NASIR, ist der mächtigste arabische Clan in Berlin. Gennat findet schnell heraus, dass zwischen diesen beiden Clans ein Machtkampf um die Vorherrschaft brodelt. Er befürchtet eine Eskalation der Lage, da er weiß, dass unter den arabischen Familien das Gesetz der Blutrache herrscht. Außerdem wittert er eine Karrierechance, die er um jeden Preis ausnutzen will.
Unterdessen finden Verhandlungen zwischen Tamer und MAHMOUD, dem Kopf der Al-Saud-Familie, unter Aufsicht eines arabischen Friedensrichters statt. Mahmoud besteht auf das Recht der Blutrache, doch Tamer streitet alles ab und droht ihm mit ernsthaften Konsequenzen, falls er etwas unternehmen sollte. Die Situation läuft heiß.

Einer von Tamers Leuten ist MOMO (21) – der Sohn, den er nie hatte. Er befindet sich auf dem aufsteigenden Ast. Doch nachdem er bei einem Kokaindeal von der russischen Mafia in einen Hinterhalt gelockt und ausgeraubt wird (denn die möchte ihre Vormachtstellung auf dem Kokainmarkt keinesfalls abtreten), wird er von Tamer wieder herabgesetzt und muss sich neu beweisen. Er koordiniert die „Ticker“ in der Hasenheide (der größte Park in Neukölln und zentraler, heiß umkämpfter Drogenumschlagplatz) und treibt bei ihnen das Geld ein. Die Meisten von ihnen sind minderjährig, wie auch Sami (13), zu dem er eine brüderliche Beziehung aufbaut. Es dauert nicht lange und Momo steigt wieder auf. Er wird Schutzgeldeintreiber und betreut schließlich einen von Tamers Puffs, indem er das Geld von den Huren einsammelt.

Gennats Privatleben versinkt immer weiter im Chaos. Er steckt mitten in einem Scheidungskrieg mit seiner Ex-Frau KATHRIN, die er immer noch liebt und auch sein 14 jähriger, pubertierender Sohn LEON entfernt sich immer weiter von ihm. Gleichzeitig versucht er, sich bei seinen Vorgesetzten Gehör zu verschaffen, die den Fall aus politischen Gründen kleinreden und von einem „Bandenkrieg“ nichts wissen wollen. Sie wollen den Fall nicht größer als den Mord werden lassen. Also geht er heimlich zur Presse, doch die sieht darin, außer einem Verbrechen unter „Migranten“ auf den Straßen Neuköllns, keine Topstory. Aber Gennat behält Recht mit seiner Befürchtung und es passiert ein zweiter Mord, der offensichtlich mit der Sache verknüpft ist. Nun stürzt sich die Presse darauf. Die Story geht durch alle Medien. In dieser wird öffentlich, wie ausgeprägt der Einfluss von Tamer Abu-Salama ist, es geht um Schutzgeld, Schwarzgeld, zwielichtige Immobiliengeschäfte, Prostitution, Menschenhandel, Drogenhandel im großen Stil, Gewaltverbrechen, etc. Und das alles nicht mehr nur auf Neukölln beschränkt, sondern sogar über die Grenzen von Berlin hinaus bis ins Großbürgertum. Die Polizei steht nun unter Zugzwang und Gennat hat bekommen, was er wollte, es werden Großermittlungen gegen Tamer Abu-Salama und seinen Clan eingeleitet. Gleichzeitig gehen auch noch die Russen gegen den Clan vor, um ihre Vorherrschaft zu erhalten - der Raum um Tamer wird eng.

Die Ermittlungen erzielen einen ersten Erfolg als Gennat und Cetin den Mörder festnehmen, der das Ganze ins Rollen gebracht hat. Sie können ihm, trotz mangelnder Beweise ein Geständnis entlocken und haben nun eine erste direkte Verbindung zwischen dem Abu-Salama Clan und den Gewalttaten entdeckt, können diese jedoch noch nicht beweisen.

Am Ende ist es Momo, der Tamer zu Fall bringt. Er baut mit der Zeit eine Liebesbeziehung zu NADINE auf, eine von Tamers Prostituierten. Allerdings ist Gennat ebenfalls ein Kunde von ihr und nutzt sie als Informantin aus, womit er ihr Leben in höchste Gefahr bringt, denn Tamer bekommt Wind davon. Eines Tages wird ihre verbrannte Leiche in einer großen Reisetasche in der Hasenheide gefunden. Sie wurde offenbar unter Drogen gesetzt und dann bei lebendigem Leibe in der Tasche verbrannt. Daraufhin fällt Momo den Entschluss endgültig auszusteigen und seinem Ersatzvater dem Rücken zu kehren. Und nicht nur das, er will sich an ihm rächen. Tamer soll büßen für das, was er ihm und Nadine angetan hat. Doch Momo will der Gewalt in seinem Leben ein für alle Mal ein Ende setzen. Also meldet er sich bei Gennat freiwillig als Zeuge, der ihm verspricht, dass er ihm danach helfen wird, einen besseren Aufenthaltsstatus zu bekommen.

Tamer muss nun entscheiden, ob er seinen Protege, der ihm wie ein Sohn ist, opfert um sich zu retten, oder ihn am Leben lässt und sich selber in Gefahr bringt. Er zögert, kann es nicht tun. Zum ersten Mal in seiner Laufbahn zeigt er Schwäche und die wird sofort von seinem Bruder Nasir ausgenutzt. Tamer kann seine Autorität nicht mehr erhalten und wird von Nasir abgesetzt. Der Clan lässt ihn fallen und er wird als Sündenbock vor Gericht gestellt. Für Gennat und die Polizei ist es ein falscher Sieg, denn Nasir, der noch kalkulierender und kaltblütiger ist als sein Bruder, zieht jetzt die Fäden. Tamer muss ins Gefängnis, wo er nun als vogelfreier gilt. Kurz bevor er im Auftrag von Nasir niedergestochen wird, bittet er Momo bei einem letzten Knastbesuch um Vergebung.

Am nächsten Tag liest Gennat von seinem Tod in der Zeitung. Er ist nun ein Held bei der Polizei und kann auf eine rosige Zukunft beim LKA hoffen, seinen Sohn hat er damit aber noch nicht gerettet. Er und Kathrin wollen Leon zu seiner Patentante nach Magdeburg schicken. Die Scheidung ist nun endgültig.
Er hat Momo versprochen, ihm mit dem Aufenthaltsstatus zu helfen, was vielleicht sogar ein leeres Versprechen war, das er eventuell gar nicht einhalten kann.
Dieser hat einen ersten entscheidenden Schritt gemacht, er hat es geschafft seine Weltsicht zu ändern und die alten Werte hinter sich zu lassen. Allerdings hat er noch einen steinigen Weg in eine ungewisse Zukunft vor sich.

Autor - Yves Lawton


yves.hensel@gmail.com

Was wird noch gesucht:
Ein Produzent / Ein Sender

Pitching